Was kostet ein Welpe?

Bevor Sie uns schreiben, stellen Sie sich bitte folgende Fragen:

1. Ist die Familie mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden?

2. Wer betreut den Hund, wenn Sie ihn mal nicht mitnehmen können (Urlaub, Krankenhausaufenthalt u. ä.)?

3. Ein Hund kostet Geld. Futter, Arztkosten, Pflege (evtl. regelmäßige Hundesalon-Besuche), Leckerchen, Zubehör, Haftpflicht, Steuer - kann ich mir das leisten?

4. Sind Sie körperlich in der Lage, dem Hund ausreichend Auslauf zu verschaffen? (Und sind Sie auch willens, das bei jedem Wetter zu tun?)

5. Gibt es Mitglieder in der Familie, die evtl. allergisch reagieren könnten? (Kommt ausgesprochen selten vor bei dieser Rasse, es ist aber nicht völlig ausgeschlossen / der Betreffende sollte daher unbedingt einen "Kuscheltermin" vor Ort vereinbaren, um das mit dem ausgesuchten Welpen zu testen.)

6. Sind Sie sich bewusst, dass Sie sich einen Hund anschaffen und kein "Kind mit Fell"? Dies spielt vor allem bei der Erziehung eine Rolle!

7. Sind Sie bereit, auch "Ekelhäufchen" weg zu machen?

8. Wie viele Stunden muss der Kleine täglich allein sein?

Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl an Fragen, aber die hauptsächlichsten!

Bitte beachten Sie auch die Aufstellung der Kosten für die Hundezucht, welche Sie unter dem Kontaktformular finden. Dies beantwortet vielleicht auch schon manche Frage. Wir haben hier keine Massenzucht und verdienen damit nicht unseren Unterhalt. Aber wir können natürlich nicht nur "drauflegen". Daher müssen sich Ausgaben und Einnahmen schon wenigstens die Waage halten.

Aber die Rechnerei hin oder her, wir sind der Meinung:

Das Leben mit einem Hund zu teilen, ist ein schönes Gefühl und man kann kaum glauben, dass es Menschen gibt, die das nicht verstehen. Denn:

DER HUND AN MEINER SEITE IST EINFACH ***UNBEZAHLBAR***!

 

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Sie wollten schon immer wissen, was ein Züchter so "verdient"?  Dann können Sie sich hier einen Überblick verschaffen.

Kosten Hundezucht

(für alle erwachsenen Zuchthunde):

                                                                                                          In € (ca.)

Impfung + Entwurmung jährlich                                                           300

Weitere Tierarztkosten                                                                        300

Pflege / Pflegeprodukte / Grooming                                                   360

Reinigungskosten / Müllkosten / Wäsche d. Decken, Kissen          280

Steuern (gemeinde- bzw. stadt-abhängig / oft viel mehr)                   180

Decken, Leinen, Körbe, Spielzeuge, Transport-Boxen                      150

Futterkosten*: je Hund mind. 10 € wöchentlich                                  1560

* natürlich viel höher bei Rohfütterung

Erneuerung von Zäunen, Bodenbelägen, Tapeten etc.                        250

Versicherungen (Haftpflicht)                                                                120

Als Basis wurde hier auf ein Jahr gerechnet mit jeweils einem Wurf von 5 Welpen bei 2 Hündinnen = 10 Babys (kleine Rasse). Die Kosten der Anschaffung der Hündinnen wurden NICHT MIT berechnet, ebenfalls der Rüde NICHT (Anschaffung oder Decktaxe mit Reisekosten). Die weiteren Kosten für die Jahre "dazwischen", in denen man keinen Wurf hat, wurden ebenfalls nicht berücksichtigt! Und hier noch die Aufstellung der Kosten für die

Welpenaufzucht (Minimum):

 

Müllkosten (Kotbeseitigung)                                                                30

Reinigungskosten (Wasser / Abwasser / Küchen-             

Tücher / Reinigungsmittel wö. mind. 20 € x 16 Wo.)                          320

Tägl. 1x Wäsche waschen + trocknen (5 € x 60 Tage x 2 Würfe)      600

Futterkosten * (nur normales                                                              100    Welpenfutter)                                                                                      

*ohne die Kosten für´s BARFen, Knochen,

Ziegenmilchprodukte, Leckerchen, das kommt noch dazu!

Impfkosten (nur Erstimpfung)                                                              300   

bei längerem Verbleib:

zuzüglich 2. Impfung  (dann teurer) + weitere Entwurmung, mehr Futterkosten, mehr Reinigungskosten, Wasserkosten usw.

Die Kosten belaufen sich bereits auf 4850 €, wenn bei 10 Welpen ALLE  Anfang der 9. Woche abgegeben WÜRDEN.

Natürlich ist auch ein Computer nötig, ein Drucker, Druckerpatronen und Papier für die Verträge, Porto, Fahrtkosten, Wärmestrahler (erhöhte Stromkosten wegen dem Wärmestrahler), eine Extra-Waschmaschine für Hundewäsche, auch Anzeigen-Kosten, Entwurmungskosten, Zusatzkosten wegen Durchfall der Welpen (passiert fast immer nach einer Impfung und auch nach Entwurmungen => die Kleinen müssen dann entsprechend ernährt werden) und man kann auf den o. g. Betrag mindestens noch einmal 1000 € dazu rechnen. Noch immer ohne Anschaffungskosten der Elterntiere ist man schon bei über 5800 € Ausgaben. Der gesamte zeitliche Aufwand des Züchters, seine Arbeit, ist nicht einmal berücksichtigt. All die anderen Ausgaben (s. o.) sind ebenfalls noch nicht dabei. 

 

Wenn in einem Zuchtverein (mit Pedigree) gezüchtet wird, kommen noch Ausgaben für die Zugehörigkeit in diesem Verein, Ausstellungsgebühren, Kosten für die Zuchtbeurteilung / Zuchtwart, Zwingeranmeldung, Abnahme durch Veterinäramt und Zuchtverein, Ahnentafeln usw. dazu.

Bei Hunden mit Ahnentafeln wären bei einem niedrigen Preis natürlich auch die Ausgaben NICHT gedeckt. Deshalb sind Hunde mit Pedigree auch deutlich teurer, sehr häufig nicht unter 1000 Euro und einiges darüber zu haben. Insbesondere wenn Züchter von Ihren Hunden leben wollen, müssen sie faktisch Masse züchten (oder Rassen mit hohen Wurfzahlen haben => 10 od. 12 Welpen pro Hündin sind da schon "hilfreich") oder hohe Preise verlangen. Deshalb Augen auf, wer gleich mehrere Rassen anbietet!

Auch Hobby-Züchter, die ohne Papiere züchten, es ihren Hunden an nichts fehlen lassen, sie regelmäßig beim Tierarzt vorstellen (auch die Welpen!), sie barfen oder teilbarfen, wieder in ihre Tiere investieren, haben deutlich mehr Ausgaben als die oben genannten!

Nicht immer eignet sich ein Welpe später zur Zucht, dann wurde schon viel Geld  investiert; Hündinnen, die z. B. mit Kaiserschnitt entbunden haben (der allein schon ca. 400 € - 800 € kostet), eignen sich auch nicht mehr zur Zucht; es interessiert den Käufer nicht, wieviel die Hunde beim Züchter kaputt machen, ob neue Hundehäuser, Außenliegeplätze, Hunde-Badebassins, Spielzeug etc. angeschafft werden müssen. 

Wer also einen Hund billig verkauft, hat irgendwo gespart!

So haben wir schon Welpen gesehen, die sehr zeitig von der Mutter getrennt wurden (die sich in Ländern wie Ungarn, Polen, Tschechien usw. befindet) und die wahrscheinlich unter erbärmlichsten Zuständen als Wurfmaschine benutzt wurde. Diese Welpen werden hier in Deutschland für 350 bis 400 € angeboten (manchmal sogar teurer, besonders bei gefragten Moderassen!) und befinden sich oft schon in einem Alter von 4 Wochen hier, obwohl das nicht gestattet ist (erst drei Wochen nach der Tollwutimpfung, die in der 12. Woche frühestens geimpft wird, darf ein Hund über Ländergrenzen gebracht werden und Welpen müssen bis zur 8. Woche beim Muttertier verbleiben! Ein Welpe aus dem Ausland dürfte demzufolge erst nach der 15. Woche hier in Deutschland sein!). Sehr häufig sind sie krank, schlecht sozialisiert oder verhaltensgestört (Mutterverlust bereits mit wenigen Wochen!), oftmals weder entwurmt, noch geimpft (wir haben schon ausländische Ausweise gesehen mit Impfungen, die gar nicht mehr zugelassen waren). Bei diesen „Züchtern“ kann man aus dem Grunde natürlich nicht einmal die Mutter sehen. Die Welpen werden oft für ca. 30 € eingekauft (sobald sie die erste feste Nahrung zu sich nehmen können) und mit einem guten Gewinn wieder verkauft. Investitionen in diese armen Mäuse: so gut wie gar nichts!  Ganz besonders aufpassen muss man natürlich, wenn ein Verkäufer den Welpen sogar bis ins neue Zuhause bringen will. Das kann nur einen Grund haben: Die Zuchtstätte entspricht nicht einmal den Mindestanforderungen oder die Mutter befindet sich gar nicht in Deutschland! In dem Fall kauft man dann einen „Hund aus dem Kofferraum“.

Wenn man daran denkt, wie es den Hundemüttern ergeht ...

Eine Hundemama, deren Kinder  8 Wochen alt sind, sieht zu, dass sie so oft wie möglich ihren Freiraum hat und knurrt die Kleinen sehr häufig weg. Sie lässt sie auch kaum noch saugen - da gibt es schon mal einen gehörigen Rüffel, denn bereits mit 5 Wochen geht die Mama nur noch selten zu den Babys, um sie zu säugen. Sie "stillt langsam ab". Die Kleinen vertragen da schon ihr "normales Welpenfutter", das sie als Ergänzung zu der nur noch selten geöffneten Milchbar bekommen. Schließlich haben die Kleinen dann auch schon spitze Zähnchen, die Mama nicht mehr gut tun.

Aber eine Hundemama, die ihre Babys schon im Alter von 4 Wochen weggenommen bekommt ... die ist nur am "Weinen", sucht ihre Kinder pausenlos und leidet sehr, denn sie hat auch noch viel Milch.

Wer eine "preisgünstige Alternative" sucht, kann natürlich auch ins Tierheim gehen oder zu einem Tierschutzverein. Das ist hundertmal besser, als von einem "Hundehändler" zu kaufen (s. o.). Allerdings bekommen Sie auch da kaum einen Welpen unter 300 € und einen älteren Hund oft mit einer leidvollen Vergangenheit, die zudem noch wenig bekannt ist. Auch wir hatten früher mehrere Hunde aus dem Tierschutz und haben lange und hart daran arbeiten müssen, dass sie sich zu benehmen wussten oder überhaupt wieder Vertrauen gefasst haben. Von den Kosten spreche ich mal lieber gar nicht :-)

Tierheime sind staatlich gestützt und die Abgabe eines Hundes kostet den ehemaligen Besitzer mindestens 180 € - 300 € (oft je nach Alter, Gesundheit, Rasse und Vermittelbarkeit gestaffelt). Gekauft werden kann der Hund dann natürlich günstiger als beim Züchter. Aber rechnet man zusammen, "kostet" ein Tierheimhund ca. 380 - 680 € (Problemhunde und alte Hunde werden natürlich sehr günstig abgegeben.) Ja, auch der Staat hat nichts zu verschenken!

Eine Dame vom Tierschutz sagte mir einmal: "Wer billig kauft, kann das teuer bezahlen. Und ein Hund, der wenig kostet, ist dem Besitzer oft auch wenig wert. Diese Hunde landen dann nicht selten angebunden irgendwo auf einem Parkplatz oder vor dem Tierheim."

Also: wer bei uns auf einen Schnäppchenhund hofft, ist leider hier falsch!


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